Die Bildung von Gallensteinen geht auf ein Ungleichgewicht zwischen den einzelnen Bestandteilen der flüssigen Galle zurück. Fettreiche Kost, Übergewicht oder auch hormonelle Empfängnisverhütung führen zur Produktion einer äußerst cholesterinreichen Lebergalle mit gleichzeitig vermindertem Gallensäurengehalt. Ebenso kann eine Abflussstörung der Gallenflüssigkeit aus der Gallenblase zur Bildung von festen Konkrementen führen, beispielsweise wenn die Beweglichkeit der Gallenblase eingeschränkt ist. Infolge von Anämien, bei denen es zur gesteigerten Zerstörung der roten Blutkörperchen kommt, steigt der Bilirubinspiegel zunächst im Blut und dann in der Galle stark an und kann die Bildung sogenannter Pigmentsteine bewirken. Desweiteren können Eiweiße, die im Rahmen einer Entzündung nachweislich im Blut ansteigen, eine Gallensteinbildung fördern.
Zu den Risikofaktoren zählen Alter, Geschlecht (es sind häufig Frauen über 40 betroffen), fettreiche Ernährung, Diabetes mellitus, erzwungener Gewichtsverlust, Infektionen der Gallenblase, Östrogene und hohe Blutfettspiegel.
Managerin für neue Versorgungsstrukturen im Gesundheitswesen
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