parasitäre Krankheit verursacht durch die Larven des Hundbandwurms Echinococcus granulosu. Die Erkrankung ist sehr oft in Magreb, Kenya und in der Mittelmeerregion zu finden. Die Infektion erfolgt durch die Aufnahme von Eiern des Bandwurms. Dies geschieht entweder direkt, durch Berührung eines vom Bandwurm infizierten Hundes und einer anschließenden Berührung der Mundzone oder durch Verzehr von ungewaschenem Obst oder Gemüse, welches mit dem Kot eines infizierten Hundes in Berührung kam oder von kontaminiertem Wasser. Aus den Eiern entwickeln sich Larven. Diese durchbohren die Darmwand und setzen sich in der Leber oder in den Lungen, seltener in anderen Organen, einschließlich des Zentralen Nervensystems fest und bilden dort hydatische Zysten, die bis zu einer Größe von 15 oder sogar 20 cm Durchmesser heranwachsen können. Die Zysten verursachen zunächst unspezifische Allgemeinsymptome, später entstehen durch die Raumeinnahme weitere, je nach Lage spezifische, weitere Symptome. In der Leber verursacht eine hydatische Zyste eine Größenzunahme, lokale Schmerzen und führt zur Gelbfärbung der Haut (Ikterus). Eine hydatische Zyste in den Lungen führt zu Husten, Brustschmerzen, und gelegentlicher Abgabe der enthaltenen Flüssigkeit. Die Zysten können vereitern oder zerreißen. Die Zyste wird vorzugsweise durch einen chirurgischen Eingriff entfernt.
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