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Datum: 09, 09, 2010
 
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Das Stillen - Die Ernährung mit Muttermilch

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Die Vorteile des Stillens

Die Vorteile des Stillens für das Kind

Die Muttermilch ist die vollständigste und ausgeglichene Nahrung für ein Baby. Sie enthält die beste Kombination von Nahrungsmitteln, die für das Baby nötig sind und ist auch leicht zu verdauen.
Deshalb, nennt man sie häufig „das ideale Nahrungsmittel“ und zumindest in den ersten 4-6 Lebensmonaten brauchen die Babys nichts Anderes, mit Ausnahme von Kindern mit dunklem Teint, die eine Zugabe von Vitamin D während der Wintermonate benötigen.

Die Beziehung mit der Mutter

Das Sillen trägt dazu bei, eine feste Verbindung mit dem Baby aufzubauen, schon in den ersten Tagen seines Lebens. Der körperliche Kontakt ist wichtig für den Säugling, weil er ihm das Gefühl gibt, sicher und geborgen zu sein und geliebt zu werden.

Schutz vor Infektionen

Wird das Kind nicht an der Brust gestillt, wird es auch leichter krank. Die Muttermilch enthält Antikörper, die das Kind vor Bakterien und Viren schützt. Die Säuglinge, die nicht gestillt werden, kriegen besonders häufig Ohrinfektionen, Durchfall und Atmungsprobleme.
Überdies fördert die Muttermilch die Bildung von Antikörpern beim Baby. Dies ist in den ersten 6 Lebensmonaten besonders wichtig, denn die Antikörper, die dem Kind während der Schwangerschaft von der Mutter mitgegeben wurden, werden langsam abgebaut. Das Immunsystem des Kindes muss sich nun vollständig entwickeln.

Schutz vor Allergien

Laut einigen Theorien kann eine frühe Einführung von bestimmten Lebensmitteln zur Entwicklung von Allergien führen. Die Kuhmilch- und Sojaproteine sind starke Allergene, das heißt, sie lösen leicht Allergien aus und befinden sich in zahllosen Milchprodukten im Handel. Die Muttermilch dagegen enthält wenige Allergene.
Einige Studien behaupten, dass Babys, die gestillt worden sind, ein geringeres Risiko haben, an Asthma oder Ekzemen zu erkranken.

Haben die Kinder, die gestillt wurden, einen höheren IQ?

Diese Frage rief große Diskussionen hervor. Es stimmt, dass die Muttermilch wichtige Nährstoffe für die Entwicklung des Gehirns enthält, die in der gekauften Säuglingsmilch fehlen. Mehrere Studien zeigen, dass die Kinder, die gestillt wurden, im Allgemeinen einen höheren IQ haben als diejenigen, die mit Säuglingsnahrung ernährt worden sind. Dies beweist aber nicht, dass die natürliche Ernährung durch Stillen zur Entwicklung des IQs führt.

Die Vorteile für die Mutter

Gewichtsverlust

Das Stillen verbrennt zusätzlich Kalorien und hilft dir dadurch, die Kilos wieder zu verlieren, die du während der Schwangerschaft zugenommen hast. Nach der Geburt nehmen sich die meisten Frauen vor, sich gesund zu ernähren, um ihr ursprüngliches Gewicht wieder zu erreichen. Aber dank des Stillens wird das Abnehmen auch bei gewohnter Ernährung beschleunigt.
In den ersten Wochen nach der Geburt führt das Stillen zur Wiederherstellung der ursprünglichen Größe der Gebärmutter.

Es ist praktisch

Zum Stillen muss man weder etwas vorbereiten oder zusammenmischen, wie es bei der Säuglingsmilch der Fall ist, noch braucht man ein Fläschchen, das hinterher gereinigt werden muss. In dieser Situation braucht das Kind nur seine Mutter. Praktisch und ökonomisch gesehen, spart man durch das Stillen Geld und Zeit.

Es ist gut für die Gesundheit

Das Stillen schützt sowohl vor Brust- und Eierstockkrebs als auch vor Osteoporose nach der Menopause.

Stillen – die ersten Schritte

Das Stillen ist ein Prozess, den Mutter und Kind mit der Zeit lernen. Lasse dich nicht entmutigen, auch wenn das Baby sich in den ersten Tagen mehr fürs Schlafen als fürs Trinken interessiert. Die ersten Stilltage sind nur der Beginn einer wunderbaren Erfahrung für dich und dein Baby.
Die ersten Schritte sind für einige Mütter schwieriger als für andere, aber diese Erfahrung ist alle Bemühung wert.

Das Stillen im Krankenhaus

Gibt es keine Probleme bei der Geburt, kann man in den ersten Stunden danach mit dem Stillen beginnen. Der Neugeborene muss in den ersten 3 -6 Lebensstunden an die Brust gelegt werden, am Anfang 5 Minuten an jede Brust und dann auch 10 Minuten lang. Das Stillen darf nicht länger als 20 Minuten dauern. Es muss in einer ruhigen Atmosphäre stattfinden.
Wende dich an das ärztliche Personal oder frage den Arzt um Rat, wenn du Schmerzen oder eine wunde Brust hast und um sicher zu sein, dass dein Baby die Brustwarze richtig fasst.
Viele Säuglingsstationen haben feste Zeiten für das Stillen und die Babys bleiben nur einige Stunden an der Brust. Ideal wäre es, wenn das Kind ständig mit der Mutter im Zimmer ist, sodass es gestillt werden kann, wenn es Hunger hat. In Rumänien bieten sehr wenige Entbindungsstationen solche Vorteile.
Die erste Nahrung für das Baby ist eine spezielle Milch, die reich an Antikörpern und Proteinen ist. Der mütterliche Körper produziert – wenn man stillt – 3 bis 5 Tage nach der Geburt mehr Milch als zu Beginn. Durch das Stillen erhält der Körper nämlich das Signal, mehr Milch zu erzeugen. Je mehr Milch produziert wird und je mehr Milch das Baby trinkt, desto häufiger kann man stillen. 

Die beste „Stillmethode“

Die einzige erfolgreiche Methode, um die Milchproduktion zu fördern, ist das Saugen. Das Abpumpen dagegen vermindert den Milchfluss.
Wenn du in den ersten Tagen stillst, achte darauf, dass dein Kind die Brustwarze richtig umfasst. In den ersten zwei Tagen nach der Geburt sind die Babys manchmal müde und schläfrig und zeigen kein Interesse fürs Trinken. Um das Baby dazu zu bringen, seinen Mund weit genug zu öffnen, um den ganzen Warzenhof zu umschließen (und nicht nur die Brustwarze), kannst du ein bisschen Milch (vorher abgepumpt) in seinen Mund tropfen lassen. Wenn du diese Technik beherrschst, wirst du sehr stolz sein, auch wenn dein Baby sehr wenig trinkt, bevor es wieder einschläft.
In den ersten Wochen nach der Geburt haben viele Frauen Schmerzen in der Brust. Wenn der Schmerz auch während des Stillens anhält, ob er schlimmer wird oder ob kleine wunde Stellen erscheinen, ist es möglich, dass das Baby nicht richtig an der Brust liegt. Das Baby muss den ganzen Warzenhof und nicht nur die Brustwarze umschließen, sonst bekommt es nicht genug Milch, ist frustriert und verursacht der Mutter Schmerzen. Um zu überprüfen, ob das Baby in der richtigen Stellung liegt, nimm es von der Brust und stecke vorsichtig einen Finger in die Ecke des Mundes des Babys, bevor du es wieder an die Brust legst.

Die Zusammensetzung der Muttermilch

Der Energiegehalt der Muttermilch beträgt 67Kcal/100ml, abhängig vom Umfeld, dem Ernährungszustand der Mutter, der Tageszeit usw. Die Muttermilch wird als ideales Nahrungsmittel für Säuglinge betrachtet, weil sie deren Energiebedarf in den ersten 6 Lebensmonaten völlig deckt. Der Energiebedarf des Säuglings wird durch Proteine, Lipide (Fette) und Kohlenhydrate gedeckt. Die erste abgesonderte Milch enthält mehr Protein, um sich den Bedürfnissen der Säuglinge anzupassen.
Die Muttermilch enthält eine Reihe von bedeutenden Komponenten für die Entwicklung des Babys. Zahlreiche davon befinden sich nicht in der Säuglingsnahrung.

Immunglobuline

Alle Klassen von Immunglobulinen befinden sich in der Muttermilch. Die größte Konzentration befindet sich in der Milch, die in den ersten 3-5 Tagen nach der Geburt von den Brustdrüsen abgesondert wird. Immunglobulin A (Ig A), das die Atemwege und den Magen-Darm-Trakt schützt, befindet sich im ersten Jahr in hoher Konzentration in der Muttermilch. Das Ig A aus der Muttermilch schützt vor bestimmten Viren und Bakterien.

Laktoferrin

Laktoferrin ist ein Protein, das die Aufnahme von Eisen fördert und sich in der Muttermilch, nicht aber in der gekauften Säuglingsmilch befindet. Die größte Menge an Laktoferrin findet man im Kolostrum (5 – 7 mg/ml), später sind 1mg/ml in der Muttermilch enthalten. Weil Laktoferrin die Eisenaufnahme fördert, erkranken die Säuglinge, die gestillt werden, sehr selten an einer Eisenmangelanämie.
Laktoferrin wirkt wie ein Antibiotikum gegen Staphylokokken und das Bakterium E. coli.

Lysozym

Die Muttermilch enthält drei Mal mehr Lysozym (das Enzym mit antibakterieller Funktion) als jede andere Milch. Die Konzentration von Lysozym in der Muttermilch ist im Gegensatz zu anderen Bestandteilen unabhängig von der Ernährung der Mutter. Lyzozym spielt eine wichtige Rolle im Schutz vor Infektionen, indem es die Bakterien aus dem Magen-Darm-Trakt vernichtet.

Allergene

Man betrachtet die Muttermilch als das ideale Nahrungsmittel, um Lebensmittelallergien vorzubeugen. Kuhmilchproteine, die sich in fast jeder Säuglingsmilch finden, sind fremde Substanzen. Wenn die Babys Kuhmilch trinken, bilden sich Antikörper gegen die fremden Proteine.

Wachstumsfaktoren

Die Muttermilch fördert die Entwicklung von Laktobazillen. Dies sind grampositive Bakterien, die vor einigen gramnegativen Bakterien und vor Parasiten schützen. Babys, die Muttermilch trinken, haben eine 10 Mal höhere Konzentration an Laktobazillen als diejenigen, die mit Säuglingsmilch ernährt werden.

Carnitin

Carnitin kommt sowohl in der Muttermilch als auch der Säuglingsnahrung vor. Es spielt eine wichtige Rolle in der Energieherstellung und Energielieferung und ist notwendig, um Fettsäuren als Energiequelle verwenden zu können.

Lange Fettsäuren

Die in der Muttermilch vorkommenden Fettsäuren mit langer Kette befinden sich nur in wenigen Säuglingsmilchprodukten. Diese Lipide sind unentbehrlich für Gehirn und Netzhaut.

Gekaufte Säuglingsnahrung

Die Säuglingsmilch

Säuglingsmilch wird speziell für Säuglinge hergestellt und wurde im Rahmen der Industrialisierung verändert, um sie den Bedürfnissen des Säuglings anzupassen. Die meisten Produkte basieren auf modifizierter Kuhmilch. Heutzutage ist es allgemein  bekannt, dass die Säuglingsnahrung trotz aller Bemühungen niemals die Qualität der Muttermilch erreichen wird.
Der Energiegehalt der Säuglingsmilch beträgt 65 – 70 Kcal/100ml und soll der Zusammensetzung der Muttermilch möglichst nahe kommen.
Jede Säuglingsnahrung enthält Nährstoffe, die das Wachstum und die Entwicklung des Babys fördern und muss folgendes enthalten:
- Proteine
- Lipide (Fette)
- Linolensäure
- Vitamin A, C, D, E, K, B1, B2 (Riboflavin), B6 und B12
- Niacin
- Folsäure (Vitamin B12)
- Pantothensäure (Vitamin B5)
- Calcium
- Mineralien: Magnesium, Eisen, Zink, Mangan, Kupfer, Phosphor, Jod, Natrium, Kalium
Außerdem muss Säuglingsmilch ohne Kuhmilch noch enthalten:
- Biotin (Vitamin H)
- Cholin (Amin aus dem Vitaminkomplex B)

Typen von Babynahrung
Abhängig vom Alter des Babys, gibt es verschiedene Säuglingsnahrung:
- Startmilch (0-6 Monate)
- Fortsetzungsnahrung (6 Monate-1 Jahr)
- Nahrung für Säuglinge und Kinder bis 3 Jahre

Startmilch
Startmilch enthält Kuhmilch als Proteinquelle und kann dem Kind von der Geburt an bis zu einem Alter von 4 - 6 Monaten gegeben werden.
Obwohl sie die Muttermilch nicht völlig ersetzen kann, ähnelt die Säuglingsmilch deren Zusammensetzung. Heutzutage haben die Hersteller die Tendenz, die Proteinmenge zu vermindern und die Fettsäurenmenge zu erhöhen.

Fortsetzungsnahrung (6 Monate - 1 Jahr)
Die Fortsetzungsnahrung ist für die Zeit bestimmt, in der die Ernährung der Kinder langsam auf feste Nahrungsmittel umgestellt wird. Sie sichert in dieser Übergangszeit eine ausreichende Protein-, Calcium-, Phosphor-, Vitamin- und Mineralstoffzufuhr.
Die täglich empfohlene Menge liegt bei 500 – 750 ml.
Die Fortsetzungsnahrung ist der flüssige Hauptbestandteil einer allmählich festen Ernährung, kann aber nicht das Grundnahrungsmittel eines Babys sein.
Man soll solche Nahrung zu den Nahrungsmitteln hinzufügen, die in die Ernährung neu eingeführt werden. Das Ziel ist, die notwendige Proteinzufuhr zu sichern und gleichzeitig eine zu hohe Proteinmenge zu vermeiden. Die Ernährungsumstellung beginnt mit Gemüse, Obst und Nudeln bei einer Reduzierung des Milchverzehrs. Kuhmilch ist in diesem Alter nicht empfehlenswert, da das Risiko einer zu proteinreichen Ernährung besteht.
Die Fortsetzungsnahrung ist also eine Übergangslösung, welche die Bedürfnisse dieses Alters berücksichtigt. Die Nahrung hat einen ausgeglichenen Fettgehalt, sodass sie 6 Mal mehr Linolensäure liefert als die halbfette Milch. Überdies enthält diese Nahrung das für dieses Alter unentbehrliche Eisen, denn die Pränatalreserven enden und die Ernährung in der Umstellungsphase liefert nicht genug Eisen.
Die Fortsetzungsnahrung enthält 20 Mal mehr Eisen als Kuhmilch und liefert zudem Calcium, Phosphor und notwendige Vitamine.

Vorsicht!
Bei Säuglingen, die gestillt werden, darf die Ernährungsumstellung mit ca. 6 Monaten beginnen, dagegen schon mit 4 Monaten bei Kindern, die gekaufte Säuglingsnahrung erhielten.

Nahrung für Säuglinge und Kinder bis 3 Jahre
Viele Eltern verzichten auf die Ernährung mit der Säuglingsmilch, die extra für Babys hergestellt wird, wenn das Kind 1 Jahr alt ist. Auch wenn das Baby Joghurt und Käse verzehrt, wird zumindest morgens und abends eine spezielle Milch empfohlen (500ml/Tag).
Der Vorteil dieser speziellen Milch ist, dass sie den empfohlenen Protein-, Fett-, Calcium-, Vitamin D und Eisenbetrag enthält. Außerdem verhindert die Säuglingsmilch eine übermäßige Salzzufuhr.

Säuglingsmilch auf Basis von Kuhmilch
Die Mehrheit der Produkte enthält modifizierte Kuhmilch, sodass sie den Eigenschaften der Muttermilch ähnelt. Diese Säuglingsmilch enthält Kohlenhydrate, Proteine und Fette in einer ausgewogenen Menge. Wegen der Veränderungen der Kuhmilch ist diese Milch leichter zu verdauen.
Vergessen Sie nicht, dass Kuhmilch eigentlich kein angemessener Ersatz für die Muttermilch ist, weil sie reich an Proteinen und Elektrolyten (Salzen) ist, was die Nieren der Babys angreifen kann.

Säuglingsmilch ohne Laktose
Die Säuglingsmilch auf Kuhmilchbasis ohne Laktose wird für Kinder angeboten, die an Laktoseintoleranz leiden. Die Proteinquelle ist wiederum die Kuhmilch, die so modifiziert wird, dass sie völlig (oder fast) laktosefrei ist.
Bei akutem infektiösem oder chronischem Durchfall kommt es häufig zu einer vorübergehenden Laktoseintoleranz. Nach dem Ausgleich des Elektrolyt- und Wasserverlustes, der durch den Durchfall entsteht, empfiehlt man manchmal für ein paar Tage (oder sogar 2-3 Wochen) eine Säuglingsmilch ohne Laktose, damit sich die Darmschleimhaut erholen kann.
Die laktosefreie Milch hat einen ausreichenden Mineralien- und Vitamingehalt, deswegen kann sie auch länger verabreicht werden, wenn es nötig ist, ohne dass Nachteile für das Wachstum des Kindes auftreten.

Sojamilch für Säuglinge
Die Säuglingssojamilch ist eine Alternative für Kinder, die an einer Kuhmilchallergie, Laktoseintoleranz oder Galaktosämie leiden.
Sie enthält 20-25 g Proteine pro Liter und 28-36 g Fett pro Liter – weniger als in der Muttermilch. Trotzdem ist die ausreichende Zufuhr von essentiellen Fettsäuren gesichert. Weil sie im Vergleich zu Muttermilch arm an Carnitin ist, das eine essentielle Rolle für die Oxidation der langen, ungesättigten Fettsäuren spielt, muss Sojamilch für Säuglinge gemäß den Europäischen Normen einen Zusatz an L-Carnitin enthalten. Die Fette in Sojamilch sind rein vegetarischer Herkunft.
Die Kohlenhydratmenge beträgt 66g/l – 87g/l, wobei Säuglingssojamilch weder Laktose noch Saccharose enthält. Sojamilch ist reicher an Mineralien und Spurenelementen (Calcium, Phosphor, Eisen, Zink, usw.) als die Muttermilch, hat aber eine geringere Bioverfügbarkeit. Sojamilch für Säuglinge enthält einen Zusatz von Vitamin D.
Viele Säuglinge aber, die zu Allergien neigen, entwickeln neben einer Kuhmilchallergie auch eine Sojaallergie. Unter diesen Bedingungen kann die hypoallergene Milch als einziges empfohlen werden, da sie leicht aufgenommen und verdaut werden kann.
Sojamilch ist für Säuglinge und Frühgeborene nicht empfehlenswert, weil sie das Wachstum nicht unterstützt und zu wenige Vitamine enthält.
Vorsicht! Man darf die Sojamilch für Säuglinge nicht mit der Sojamilch für Erwachsene verwechseln.

Hypoallergene Milch
Die hypoallergene Milch (HA) hat eine prophylaktische Rolle und ist für Kinder bestimmt, in deren Familie Allergiker vorkommen. Diese Milch vermindert das Risiko für das Auftreten einer Kuhmilchallergie. Hypoallergene Milch kann allerdings nicht für Säuglinge benutzt werden, die an einer wirklichen Kuhmilchintoleranz leiden.
Um das allergische Potential der Milch zu vermindern, sind die Proteine in kleinen Molekϋlen enthalten – ein Verfahren, das die Verdauung nachahmt und als enzymatische Proteinhydrolyse bezeichnet wird.
Die hypoallergene Milch wird oft als Ergänzung zur Muttermilch verschrieben, um späteren Überempfindlichkeitsreaktionen vorzubeugen, oder bereits bei der Geburt, wenn die Kinder nicht gestillt werden und zu Allergien neigen.

Säuglingsnahrung für Frühgeborene
Die Nahrung für Frühgeborene wurde konzipiert, um den spezifischen Bedürfnissen zu genügen, die im Zusammenhang mit dem beschleunigten Wachstum und der Ausreifung der biologischen Funktionen (Verdauungsfunktion, Leber- und Nierenfunktion) auftreten.
Die Energie dieser Säuglingsnahrung beträgt 24kcal/30 ml. Der Proteingehalt ist höher als in den Startmilch, er nähert sich dem Gehalt der Muttermilch an. Den Proteinen werden Taurin und Carnitin zugegeben. Der Kohlenhydratgehalt besteht zu zwei Dritteln aus Laktose und zu einem Drittel aus Dextrin – Maltose für eine bessere Toleranz bei der Verdauung.
Die Nahrung für Frühgeborene ist sehr reich an Vitaminen, Mineralien und Proteinen, um ein adäquates Wachstum zu sichern, indem sie die verminderte Aufnahmefähigkeit der Frühchen für eine große Flüssigkeitsmenge berücksichtigt. Ihr Zweck ist, einen Energieüberschuss zu liefern und ein schnelles Wachstum zu sichern.

Die Ernährung von Säuglingen mit dem Fläschchen
Die Ernährung mit dem Fläschchen führt man zu bestimmten Uhrzeiten durch, abhängig vom Alter, Gewicht und Ernährungsverhalten des Säuglings. Im Allgemeinen bietet man dem Neugeborenen 7 Mahlzeiten pro Tag an und 5 Mahlzeiten, wenn das Kind 6 Monate alt ist. Setzen Sie sich bequem hin und halten Sie das Kind im linken Arm. Damit Ihr Kind den Mund öffnet, stecken Sie ihm vorsichtig den Sauger des Fläschchens in den Mund. Neigen Sie das Fläschchen so stark, dass keine Luft mehr im Sauger ist. Die Luftblasen, die an die Oberfläche steigen, zeigen, dass die Saugöffnung groß genug ist und die Milch normal fließt. Ziehen Sie die Flasche von Zeit zu Zeit ein bisschen zurück, sodass das Saugen kein Luftvakuum schafft, welche das Trinken verhindert. Prüfen Sie die Durchlässigkeit des Saugers, da er verstopfen kann.
Eine Fläschchenmahlzeit sollte zwischen 10 und 20 Minuten dauern. Halten Sie das Baby nach dem Trinken aufrecht oder legen Sie es auf Ihren Knien auf den Bauch, bis es ein Bäuerchen macht. Das passiert gleich oder nach 10-20 Minuten. Manchmal passiert es auch schon während des Saugens. Legen Sie das Kind nach dem Bäuerchen auf die rechte Seite.


Die Berechnung der Milchportionen
Die Portion, die das Kind je Mahlzeit verzehrt, variiert von einem Kind zum anderen und auch von Tag zu Tag. In den ersten 6-8 Wochen benötigt das Baby 6 Mahlzeiten pro Tag, nämlich alle drei Stunden eine Mahlzeit und eine Mahlzeit in der Nacht. Darauf kann man nach 8-12 Wochen verzichten.
In der Gebärmutter wurde das Kind ständig ernährt. Wann man das Fläschchen in der Nacht weglassen kann, hängt vom Tag-Nacht-Zyklus des Babys ab. Diese biologische Uhr wird von Hormonen kontrolliert und weder Eltern noch Kinderärzte können sie beeinflussen.
Eine Methode, die von den Eltern versucht wird, besteht darin, das letzte Flächchen sehr spät am Abend zu geben, um die biologische Uhr des Säuglings zu täuschen. In den meisten Fällen aber ist das Ergebnis dieses Versuchs nicht sehr gut.
Die theoretisch notwendige Portion für das Baby kann man mit Hilfe folgender Formel ausrechnen:
Die ersten drei Zahlen des Säuglingsgewichts (in Gramm) + 250g = die notwendige Milchmenge für den ganzen Tag, dividiert durch die Anzahl der Mahlzeiten.
Zum Beispiel:
Gewicht des Babys = 5000g
500g + 250g = 750
Portion: 750g/5 = 5 Mahlzeiten je 150g
Weil jeder Säugling seinen eigenen Rhythmus hat, können die Zeit zwischen den Mahlzeiten und die Größe der einzelnen Mahlzeiten variieren. Wenn der Säugling von alleine aufwacht, ist dies ein Zeichen dafür, dass er Hunger hat. Trotzdem sollten Sie zwischen zwei Mahlzeiten 2-3 Stunden verstreichen lassen. Zwingen Sie das Baby niemals, die Milch völlig auszutrinken. Verwerfen Sie den Rest Milch, den das Baby nicht mehr trinken möchte.

Anzahl der Mahlzeiten
Die Anzahl der Mahlzeiten variiert abhängig vom Alter des Babys.

0 – 2 Monate alt:
6 Mahlzeiten /Tag, nämlich eine Mahlzeit alle drei Stunden
Uhrzeiten: 6h – 9h – 12h – 15h – 18h – 21h

2 – 4 Monate alt
5 Mahlzeiten /Tag, nämlich eine Mahlzeit alle vier Stunden
Uhrzeiten: 6h – 10h – 14h – 18h – 22h

Nach 4 Monaten:
4 Mahlzeiten /Tag zu folgenden Uhrzeiten: 7h – 12h – 16h – 20h

Die Festlegung eines Ernährungsrhythmus
In den ersten Lebenswochen muss das Baby wegen seines geringen Gewichts regelmäßig ernährt werden. Dann, wenn es um 3 Monate alt ist, stellt sich ein regelmäßiger Rhythmus ein, weil die Portionen, die das Kind auf einmal verzehren kann, größer werden: Das Baby schläft in der Nacht und bekommt 5 Fläschchen am Tag zu relativ festen Uhrzeiten.
Im Allgemeinen muss das Baby gestillt werden, wenn:
- 2 ½ bis 3 Stunden seit dem letzten Stillen verstrichen sind; das Kind weint und der Schnuller nichts hilft
- 5 Stunden seit der letzten Stillung vergangen sind und das Baby trotzdem weiter schläft – man soll es sanft aufwecken, um es zu stillen 

Die Vorbereitung der Säuglingsmilch
Die meisten im Handel verkauften Zubereitungen haben eine Standardkonzentration und man fügt 30 ml Wasser hinzu, es gibt aber auch Lösungen. Alle Produkte sind so zusammengesetzt, dass sie die Entwicklung und das Wachstum des Babys unterstützen. Die meisten Säuglingsmilchpulver bereitet man durch Lösung in gekochtem Wasser zu, das man auf eine angenehme Temperatur abkühlen lässt.
Dafür benötigt man ein ganzes Arsenal von spezifischen Dingen für Säuglinge: Fläschchen, Sauger, Wasserkocher, Geräte für das Sterilisieren des Saugers und des Fläschchens. Egal welche Säuglingsmilch Sie wählen, eine Vorbereitung ist immer nötig.

Grundregeln für die Vorbereitung der Säuglingsnahrung
- Verwendung von hygienisch sauberem Material zur Zubereitung – man bereitet die Milch immer an einem sauberen Platz vor, der vorher gereinigt wurde
- Die spezielle Säuglingsausstattung muss durch Kochen oder warmen Dampf vor der ersten Verwendung sterilisiert werden und jedes Mal ausgewaschen werden, wenn es verwendet wurde.
- Das Produkt muss für die Mahlzeit in der richtigen Konzentration vorbereitet werden.
- Die Milch darf höchstens eine Stunde nicht im Kühlschrank stehen
- Alle Milchreste, die übrig geblieben sind, müssen entweder innerhalb einer Stunde verzehrt werden oder weggeworfen werden. Die Milch darf nur innerhalb einer halben Stunde nochmals erwärmt werden.

Die Vorbereitungsschritte für die Säuglingsmilch
Waschen Sie sich gründlich die Hände mit Wasser und Seife. Sterilisieren Sie das Fläschchen und den Sauger, bevor Sie sie zum ersten Mal verwenden, indem Sie sie auskochen. Vor der nächsten Benutzung brauchen sie nur ausgewaschen zu werden. Bevor Sie ein neues Päckchen Milchpulver öffnen, ist es empfehlenswert, es vorher gut mit einem sauberen Tuch oder einer Serviette abzuwischen.
Erwärmen Sie Wasser in einem Topf oder einer Schüssel und legen Sie das Fläschchen mit dem Milchpulver hinein. Schütteln Sie das Fläschchen nach ein paar Minuten leicht, um die Wärme gleichmäßig zu verteilen. Im Handel gibt es spezielle Vorrichtungen, um Fläschchen auf Zimmertemperatur zu erwärmen. Benutzen Sie nicht die Mikrowelle – die Wärme ist nicht gleichmäßig und die Kinder könnten sich verbrennen.
Messen Sie die notwendige Menge an Säuglingsnahrung ab und geben 30 ml Wasser hinzu. Benutzen Sie den Messlöffel, um sicher zu sein, dass sie die richtige Menge zugeben. Wenn die Milch zu verdünnt oder zu  konzentriert ist, kann das Gleichgewicht der Elektrolyte des Kindes gestört werden und der Nährstoffbedarf wird nicht gedeckt. Verdünnen Sie niemals die Milch, damit sie länger hält.
Mischen Sie das Pulver mit der auf der Packung vorgeschriebenen Wassermenge und schütteln Sie die Mischung, um sie homogen zu machen.
Überprüfen Sie die Temperatur, indem Sie ein bisschen Milch auf Ihr Handgelenk tropfen lassen.
Nachdem Sie dem Kind das Fläschchen gegeben haben, gießen Sie den Rest weg und spülen das Fläschchen mit kaltem Wasser aus, um eine Vermehrung von Bakterien zu verhindern.

Ratschläge für das Vermeiden von Brandwunden bei Kindern
- Überprüfen Sie immer die Milchtemperatur, indem sie ein bisschen Milch auf Ihr Handgelenk tropfen lassen, wo die Haut empfindlich ist.
- Schütteln Sie das Fläschchen, um die Temperatur gleichmäßig zu verteilen.
- Erwärmen Sie das Fläschchen nicht in der Mikrowelle, weil die Wärme nicht homogen ist und Brandwunden verursachen kann oder schütteln Sie das Fläschchen, nachdem Sie es in der Mikrowelle erwärmt haben.
- Erwärmen Sie das Fläschchen in einem Behälter mit warmem Wasser und heben Sie es maximal eine Stunde bei Zimmertemperatur auf.
- Wenn die Milch nicht kalt, sondern zimmerwarm ist, brauchen Sie sie nicht neu zu erwärmen und können Sie Ihrem Kind so geben.

Welches Wasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet?

Leitungswasser
Die Qualität des Leitungswassers hängt bedeutend von der Region und der Stadt ab, obwohl seine Zusammensetzung überprüft und garantiert wird, dass es trinkbar ist. Wenn man Leitungswasser verwendet, besteht das Risiko einer Blei- und Nitratvergiftung. Es ist deshalb nicht empfehlenswert, Leitungswasser für die Zubereitung der Säuglingsmilch für Babys unter sechs Monaten zu benutzen.

Mineralwasser
Das Mineralwasser hat einen festen Gehalt an Mineralien und Spurenelementen. Einige Sorten sind so zusammengesetzt, dass sie Vorteile für die Gesundheit der Babys haben (Evian etc). Mineralwasser beansprucht durch die enthaltenen Mineralstoffe aber die Nieren des Babys. Deshalb muss es mit anderen Wassersorten kombiniert werden.

Quellwasser
Das Quellwasser hat keine feste Zusammensetzung, enthält aber eine geringere Menge an Mineralien und Nitrat, was günstig für Babys ist.

Vorteile und Nachteile der Ernährung mit dem Fläschchen

Vorteile
Das Stillen wird von allen Ärzten als das Beste für das Baby betrachtet. Für die Mütter, die nicht stillen möchten, besteht die Alternative, Säuglingsnahrung zu kaufen.
Die künstlich hergestellte Säuglingsmilch ähnelt der Zusammensetzung der Muttermilch. Sie enthält eine komplexe Kombination aus Proteinen, Kohlenhydraten, Fetten und Vitaminen.
Außer aus gesundheitlichen Gründen, sprechen auch noch folgende Gründe für eine Ernährung mit dem Fläschchen:

Es ist praktisch
Beide Eltern (oder jemand anderes) kann dem Kind zu jeder Zeit das Fläschchen geben (das gilt auch für Frauen, die abpumpen). Wenn das Kind mit dem Fläschchen ernährt wird, kann auch der Vater in der Ernährung seines Babys eine Rolle spielen und so eine besondere Beziehung zu dem Kind entwickeln.

Man ist flexibel
Wenn das Fläschchen vorbereitet ist, kann die Mutter die Ernährung des Babys dem Vater oder einer anderen Person überlassen. Die Mutter muss ihre Aktivitäten nicht mehr abhängig von den Ernährungszeiten planen. Trotzdem muss sie immer die gesamte Fläschchenausrüstung mitnehmen, wenn sie mit ihrem Baby unterwegs ist.

Geringere Anzahl der Mahlzeiten
Weil die Säuglingsnahrung schwieriger zu verdauen ist als die Muttermilch, müssen Säuglinge, die Säuglingsmilch bekommen, nicht so häufig gefüttert werden wie die Kinder, die gestillt werden.

Ernährung
Die Frauen, die nicht stillen, brauchen sich keine Sorgen um ihre Ernährung zu machen oder um den Einfluss der verzehrten Nahrungsmittel auf die Gesundheit des Babys.

Nachteile der Ernährung mit dem Fläschchen 
So wie beim Stillen, gibt es sowohl Vorteile als auch Nachteile, die man kennen sollte, bevor man sich für die Säuglingsnahrung entscheidet. Egal was man wählt, sollte man sich bei einem Kinderarzt informieren, welche Möglichkeiten es gibt, um die beste Entscheidung für sich und sein Kind zu treffen.

Vorbereitung
Die Säuglingsmilch muss im Haushalt immer vorrätig sein und darf niemals fehlen. In den ersten 6 Monaten muss man das Wasser für die Zubereitung der Milch kochen. Die Produkte, die man nur noch ins Fläschchen gießen muss, da sie schon fertig vorbereitet sind, sind gewöhnlich teuer.
Das Fläschchen und den Sauger muss man vor der ersten Verwendung sterilisieren, dann brauchen sie nach jeder Mahlzeit nur ausgewaschen zu werden (das gilt auch für die Brustpumpe). Wenn es vorher nicht ausgewaschen wird, kann das Fläschchen  Bakterien übertragen.
Übrig gebliebene Milch, die länger als eine Stunde bei Zimmertemperatur steht, muss weggeworfen werden. Die vorbereitete Säuglingsmilch darf 24-48 Stunden im Kühlschrank aufbewahrt werden (siehe Angaben auf der Verpackung).
Zur Vorbereitung muss man zunächst Wasser erwärmen, aber einige Säuglinge bevorzugen die Milch bei Zimmertemperatur. Manche Eltern erwärmen das Wasser für ein paar Sekunden in der Mikrowelle, bevor sie es mit dem Milchpulver vermischen. Der Sauger darf aber nicht in die Mikrowelle, weil sich die Wärme nicht gleichmäßig verteilt und das Baby sich verbrennen kann. Man kann das Fläschchen unter dem warmen Wasserstrahl erwärmen oder in einem Behälter mit heißem Wasser. Die Temperatur der Milch muss man immer an der Haut des Handgelenks prüfen.

keine Antikörper
Die wichtigen Antikörper, die in der Muttermilch enthalten sind, findet man nicht in den Säuglingsmilchprodukten im Handel. Das bedeutet, dass gekaufte Säuglingsnahrung die Säuglinge im Gegensatz zu Muttermilch nicht vor Infektionen schützen kann.

Preis
Die Säuglingsnahrung ist manchmal sehr teuer. Milchpulver ist am günstigsten und die Milch, die bereits fertig vorbereitet ist, die teuerste. Die speziellen Milchsorten (Sojamilch, hypoallergene Milch) kosten noch mehr.

Verstopfung und Blähungen
Säuglinge, die mit gekaufter Säuglingsmilch ernährt werden, leiden häufiger an Verstopfung und Blähungen als Kinder, die gestillt werden.

Verminderte Qualität im Vergleich zur Muttermilch
Trotz der Fortschritte bei den Säuglingsnahrungsprodukten, kommen diese nicht an die Qualität der Muttermilch heran, die spezielle Nährstoffe in einer bestimmten Zusammensetzung enthält und sich den Bedürfnissen der Babys anpasst.

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