Einleitung
Die akute Rhynopharyngitis ist am häufigsten auftretende Ateminfektion bei Kindern zwischen 6 Monaten und 4 Jahren. Sie tritt im Herbst und im Winter auf und äußert sich durch die Entzündung des oberen Pharynx (Rhynopharynx).
Der Pharynx ist ein muskulöser und membranöser Schlauch, der sich in der Mundhöhle bis zum Ösophagus (Speiseröhre) erstreckt und durch welches die Nasenhöhlen mit dem Larynx (Kehlkopf) verbunden werden.
Ursachen
Viren und Bakterien gelangen aus der Luft oder von den vom Kind angefassten Objekten in den Körper und legen sich auf die Oberfläche des Lymphgewebes an, welches die Atemwege bekleidet. Die Immunreaktion darauf beinhaltet das Produzieren von Antikörper sowohl mit lokaler (Keimbekämpfung), als auch mit allgemeiner Wirkung.
Die akute Rhynopharyngitis hat in der Regel virale Ursachen, da sie von der Infizierung mit einem sehr ansteckenden Virus hervorgerufen wird - Rhinovirus, Coryzavirus – der die Ausbrechung von Epidemien, vor allem im Winter, verursacht. Es wurden etwa 100 Arten von Rhinoviren identifiziert, welche die Hälfte der Atemweginfektionsfälle verursachen, darunter Bronchitis, Choryza (Schnupfen), Bronchiolitis, Bronchopneumonie, usw. Im Falle der akuten Rhynopharyngitis kann auch eine Suprainfektion mit Bakterien als Komplikation auftreten, die sich durch die Verdickung des Lymphgewebes äußert.
Symptome und Komplikationen
Nach einer Inkubationszeit von 2-3 Tagen bemerkt man:
- ein Fieber von 38,5ºC, in manchen Fällen von Konvulsionen (Schüttelkrämpfe) begleitet
- Nasenobstruktion (-verstopfung)
- eitriger Nasenausfluss (Rhinhorrhö)
- Schnupfen
- Husten
- in manchen Fällen Erbrechen oder Diarrhoe
Komplikationen der akuten Rhynopharyngitis:
- Otitis media acuta
- Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen)
- Konjunktivitis (Augenbindehautentzündung)
- Bronchitis
- Laryngitis
- Ethmoiditis
Behandlung
Die Behandlung bezieht sich auf die Symptom-Bekämpfung und beinhaltet die Medikamente gegen Fieber (Antipyretika), sowie das Paracetamol und Lokalpflege –Aufsaugungen der Nasensekrete und Naseninstillationen mit physiologischem Serum.
Die Antibiotika-Behandlung wird nur im Falle von schweren Komplikationen bakteriellen Ursprungs (Otitis media acuta, Sinusitis) empfohlen.
Manche Fachärzte empfehlen die chirurgische Ablatio (Entfernung) der Vegetationen (Ektomie der Adenoide), weil sie der Meinung sind, dass diese einen chronischen Infektionsherd darstellen.