Von Elena Brkic
In der heutigen Zeit spielt Gesundheit eine immer größere Rolle. Man diskutiert viel mehr als früher über Gesundheit und Krankheit. Im gleichen Maße steigt auch das Informationsbedürfnis der Patienten beim Hausarzt.
Eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der KKHllianz ergab nun, dass jeder vierte Patient sich nicht ausreichend von seinem Hausarzt informiert fühle. Befagt wurden 1000 gesetzlich Versicherte.
Bei der Umfrage gaben zwar nur sieben Prozent der Patienten an, dass sie „weniger zufrieden/unzufrieden“ mit der Betreuung und Beratung seien, während die Übrigen „vollkommen“ oder „sehr zufrieden“ waren. Dennoch gab 25 Prozent der Befragten an, dass sie mehr Informationen über ihre Behandlung wünschten. Viele legten Wert auf ein Aufzeigen verschiedener Behandlungsmöglichkeiten. Bei der Gruppe von Patienten mit weniger gutem bis schlechtem Gesundheitszustand war die Zahl mit 34 Prozent sogar noch höher.
Über die Repräsentativität lässt sich streiten: Von den Befragten war die eine Hälfte im Verlauf des letzten Jahres einmal oder kein Mal beim Allgemeinmediziner, die andere drei bis vier Mal oder sogar öfter.
"Viele Hausärzte nehmen sich anscheinend nicht genügend Zeit, um ihre Patienten ausreichend über ihre Krankheit aufzuklären.", so Ingo Kailuweit, Chef der KKHAllianz. Die Tatsache, dass Patienten mit schlechterem Gesundheitszustand sich ungenügender beraten fühlten, könnte sogar zu einer Verschlechterung bzw. Verlängerung der Krankheit führen.
Entgegen diesen Mutmaßungen lobten rund 85 Prozent der Patienten ihren Hausarzt, dass dieser sich gut mit ihrer Krankheitsgeschichte und den Lebensumständen auskenne. Ebenfalls fühlten sich circa 80 Prozent der Patienten rechtzeitig zu einem Spezialisten weiter überwiesen. Ihr Hausarzt reagiere rechtzeitig und kompetent.