Von Natascha Kusnezow
Der plötzliche Kindstod (sudden infant death syndrome, SIDS) ist in Deutschland nach wie vor eine der häufigsten Todesursachen im Säuglingsalter. Warum es zum SIDS kommt ist bislang nicht geklärt, Forscher gehen aber davon aus, dass ein Zusammentreffen unglücklicher äußerer und innerer Faktoren dafür sorgt, dass die Kinder –meist nachts- aufhören zu atmen.
Doch gerade die äußeren Faktoren lassen sich durch die Eltern leicht beeinflussen. Wird eine optimale Schlafumgebung erreicht kann dadurch das Auftreten dieser schicksalshaften Krankheit deutlich gemindert werden.
Eine der neueren Studien hat nun auch einen günstigen Effekt von Schnullern bewiesen. Der Gumminuckel im Mund soll offenbar verhindern, dass die Luftzufuhr zum Kind abgeschnitten werden kann. Dazu sollte der Schnuller ab der 4. Lebenswoche bis zum vollendeten 1. Lebensjahr immer zum Schlafen gegeben werden.
Die Eltern sollten zudem darauf achten, das Kind keinesfalls mit im eigenen Bett schlafen zu lassen. Optimal ist ein eigenes Kinderbettchen im Schlafzimmer der Eltern. Dieser Raum sollte eine Temperatur von 16 – 18 Grad Celsius haben um das Kind vor Überwärmung zu schützen. Dazu sollte auch auf dicke Decken und Kissen verzichtet werden. Im Schlafsack, auf einer härteren Matratze und ohne Kuscheltiere im Bett schläft das Baby am sichersten. Auch sollte das Kind unbedingt auf dem Rücken schlafen und zum Ausgleich tagsüber wenn es wach ist regelmäßig auf den Bauch gedreht werden damit sich alle Muskeln gleichmäßig entwickeln können. Unbedingt vermeiden sollten Sie das Rauchen im Schlafzimmer sowie allgemein in der Umgebung des Kindes, denn Rauchen ist ein Hauptrisikofaktor für das Entstehen des plötzlichen Kindstods. Nicht zuletzt schützt auch das Stillen Ihr Kind. Es wurde gezeigt, dass das SIDS-Risiko für Kinder, die mit der Flasche gefüttert werden größer ist als für gestillte Kinder.